Strategie & Ziele
Welches Ziel soll mit einer Website verfolgt werden? Soll sie nur informieren oder präsentieren? Soll sie interaktiv sein? Welchen Umfang soll die Website haben und welche Art von Inhalten soll dargestellt werden? Welches Budget stellt der Kunde für Konzeption, Design und Umsetzung bereit?
Erst wenn all diese Fragen beantwortet sind, kann man eine Strategie bzw. ein Konzept entwickeln und mit der Gestaltung loslegen.
Inhalte sind Grundlage
Ein Webauftritt hat zur Aufgabe, die Inhalte repräsentativ und übersichtlich darzustellen. Um eine Website ohne Template-Charakter zu designen, ist es wichtig, die Inhalte vor dem Gestalten zu kennen.
Soll z.B. vorhandenes Bildmaterial (z.B. Keyvisuals) verwendet werden, muss man sich von der Qualität, der Größe (Format) und der Farbwelt ein Bild machen, um das bestehende Material harmonisch in die Website zu integrieren. Sind die geplanten Inhalte sehr textlastig, so muss man einen Weg finden, dass Material so aufzubereiten, dass eine gute Lesbarkeit ermöglicht wird und der User von der Textmenge nicht erschlagen wird.
Erwartungshorizont beachten
Bei der Platzierung verschiedener Elemente sollte man den durch Studien ermittelten Erwartungshorizont der User unbedingt berücksichtigen. Nur so findet sich der User auf der Website schnell und gut zurecht.
Das Unternehmen eResults erstellt regelmäßig fundierte Usability-Studien, an denen man sich gut orientieren kann. Die Studie „Imagery IV Nutzergerechte Startseiten-Gestaltung“ z.B. legt dar, dass User die Hauptnavigation oben links horizontal oder vertikal erwarten.

Zielgruppe im Mittelpunkt
Die Zielgruppe sollte bei der Funktionalität und beim Design im Mittelpunkt stehen. Ist die Website für ein junges, web-erfahrenes Publikum gedacht, so kann man beim Layout mehr „experimentieren“ und Elemente vereinfacht bzw. reduziert darstellen. Ebenfalls erlaubt sind ungewöhnliche und innovative Darstellungen des Inhalts. Diese User-Gruppe ist in den meisten Fällen überaus webaffin und findet sich aufgrund der gesammelten Erfahrung einfacher und schneller im Internet zurecht.
Gestaltet man hingegen eine Website oder einen Webshop für ein älteres bzw. unerfahrenes Publikum, ist es wichtig, dass man darauf achtet, alle Elemente „erklärend“ zu gestalten. Das heißt, dass z.B. Buttons deutlich als solche erkennbar sein müssen und der User beim klicken genau wissen muss, wo er hingeleitet wird. Ebenfalls muss beispielsweise der Warenkorbprozess so übersichtlich gestaltet werden, dass der User stets weiß, bei welchem Prozessschritt er sich befindet und wie viele noch folgen. Des Weiteren ist es besonders wichtig, dass Hilfestellung geleistet wird und das die Servicerufnummern und Hilfe- bzw. Serviceseiten leicht erreichbar und deutlich gekennzeichnet sind.
Nicht in Schönheit sterben
Damit eine Website auch von den Suchmaschinen gefunden und gelistet wird, ist es heutzutage sehr wichtig, dass SEO-Kriterien bereits beim Design berücksichtigt werden. Alle wichtigen Informationen sollten als Text darstellbar bzw. umsetzbar sein (keine Bildnavigation). Im Design sollte Platz für SEO-Texte vorgesehen sein (meist im unteren Bereich über dem Footer).
Konsistenz
Entscheidend für ein harmonisches Erscheinungsbild ist die konsequente Farb- und Formgebung sowie die Platzierung der Elemente. Konsistenz bezeichnet sozusagen den “roten Faden” der Website.

Webdesign als Schmelztiegel
Die Aufgabe eines Webdesigners ist es, die Vorgaben des Kunden (Ziele, Erwartungen, CI) mit den Erkenntnissen und Anforderungen der Conversion Optimierung und der Zielgruppe zu verbinden und ein harmonisches, innovatives Design zu generieren, das individuell ist und sich von Vorhandenem abhebt.




